Ninjutsu Waffenkünste

Bojutsu (Stockkampfkunst)

Bei mir kannst du Enbojutsu lernen, das ist Stockkampf im Affen-Stil. Enbojutsu ist ein Ninjutsu-Stock-Stil. Beim Affenstock-Training geht es nach und nach darum veschiedene Basiskonzepte auszutrainieren. Diese können dann je nach Fortschritt des Schülers intuitiv kombiniert werden, so dass ein freier Fluss aus Stockbewegungen entsteht. Auch hier trainieren wir weniger einzelne Techniken, sondern Bewegungen.

Wir trainieren mit drei verschiedenen Stocklängen (Rokushakubo: 180 cm, Yonshakubo: 130 cm, Hanbo: 90 cm). Damit machen wir diverse Partnerübungen, wie etwa Stock gegen Stock, waffenlos gegen Stock, verschiedene Stocklängen gegeneinander, Schwert gegen Stock, Hebeln mit dem Stock, Pilgern mit dem Stock.

Kenjutsu (Schwertkampfkunst)

Der Schwert-Stil, den ich trainiere und unterrichte, ist ein Ninjutsu-Schwert-Stil nach Ryuryu Taguchi Sensei.

Bei diesem Ninja-Stil geht es uns in erster Linie nicht darum, wie schön und anmutig es aussieht, das kommt mit der Zeit von alleine, sondern es geht um die Effizienz. Beim Schwertziehen (Iaido) liegt unser Schwerpunkt darauf, dass wir die Klinge so schnell und so einsatzbereit wie möglich ziehen.

Bei einem echten Schwertkampf auf dem Schlachtfeld ging es damals um Leben und Tod. Dort hieß es dann: Wer sich geschickter bewegt lebt, der andere ist schnell tot. Die Schwertfecht-Szenen, die man in Filmen sieht, sind nicht real. Ein 15-minütiger Highlander-Endkampf ist nur eine Show.

In dem Stil, den ich unterrichte, trainieren wir als Basis eine ausgeklügelte Universal-Abwehr mit dem Schwert. Dabei spielt eine besondere Bein- und Fußarbeit eine zentrale Rolle, die auch das Typische für diesen Stil ist.

Die japanische Klinge (Katana) ist zum Schneiden und nicht zum Schlagen. Kann man mit der japanischen Klinge nicht schneiden, ist die sie im Prinzip unbrauchbar. Daher legen wir auf das Üben der Schneidetechnik einen besonderen Schwerpunkt.

Weiter trainieren wir klebende Klinge, Schwertentwaffnung, Schwert gegen Schwert, waffenlos gegen Schwert, Stock gegen Schwert, Messer gegen Schwert, Kurzschwert (Wakizashi) und Langschwert und nur Kurzschwert.

Für das Training nutzen wir das traditionelle japanische Trainingsschwert aus Holz (Bokken).

Beim Schwert-Training kommt sehr schnell ein spiritueller Aspekt hinzu. Auch wenn man ein Holzschwert in Händen hält, merkt man sofort, dass dies etwas ganz anderes ist als nur ein Stock. Bei manchen kommen tiefe Ängste hoch, Angst vor der Klinge, Angst davor geschnitten zu werden, Angst vor dem Tod usw.. Vielleicht spielen hier auch Erlebnisse aus früheren Leben mit hinein. Wenn es frühere Leben gibt, ist der ein und andere von uns mit Sicherheit durch ein Schwert gestorben. Trainiert man verspielt und intuitiv mit dem Schwert, kann man solche Ängste durch positive Erfahrungen harmonisieren.

Beim Schwert gibt es noch einen weiteren Aspekt, nämlich den sehr Konfrontativen: Zwei Menschen stehen sich gegenüber mit einem Schwert in der Hand, bereit zum Angriff bzw. zur Abwehr. Einer von beiden ist der Ninja (der geduldige Mensch, der trotz Angesicht des Todes den Frieden in sich bewahrt). Der Ninja wird nicht angreifen, denn er ist nicht daran interessiert zu kämpfen, ist aber bereit zu töten, um zu überleben.

Beim Kenjutsu ist es wichtig immer mehr eine Präzision zu entwickeln für das Schneiden mit dem Schwert, die Schwertführung und die gesamte Körperbewegung. Auch hier trainieren wir so, dass der Schüler immer mehr natürlich richtig steht, wenn es darauf ankommt, ohne dass er extra etwas dafür tun muss.

Zum Schwert-Training gehört bei uns auch das Training mit dem japanischen Kampfmesser (Tanto). Hierfür gibt es wieder ganz eigene Bewegungen.

Kenjutsu und Bojutsu trainieren wir in den wärmeren Monaten draußen im Wald oder auf der Wiese. Trainingswaffen stelle ich am Anfang teilweise gerne zur Verfügung. Es ist jedoch sinnvoll mit eigenen Waffen zu trainieren.

Weitere Waffen im Ninjutsu

Tanto/ Messer

Im Training benutzen wir Messer aus Holz. Das Messer ist flink, liegt überall im Haushalt rum und sehr gefährlich. Daher wird bei mir von Anfang an mit dem Messer trainiert.

Kama = Sichel

Wir trainieren mit japanischen Sicheln aus Holz.

Sai = Gabeln

Sai waren ursprünglich Gabeln für die Reisernte. Sie sind aus Metall und relativ schwer. Eine Variante davon wurde auch damals von den "Polizisten" getragen, weil mit einer Sai eine japanische Klinge sehr schnell unbrauchbar gemacht werden kann.

Yari = japanische Lanze

Um die Lanze zu simulieren, trainieren wir mit einem langen Stock.

Nunchaku = Dreschflegel

Ist eine klassische Ninja-Waffe, in Deutschland jedoch verboten. Daher trainieren wir nicht damit.

Naginata = japanische Hellebarde

Um die Hellebarde zu simulieren, trainieren wir mit einem langen Stock.

Kusari Fundo = Kette mit Gewicht oder Klinge an einem Ende

Ist in Deutschland verboten. Im Training nutzen wir ein Seil.

Macheten, Säbel, Dolche

Im Training nutzen wir Rattan-Stöcke und Holzmesser.

Shuriken = Wurfsterne und dergleichen

Sind in Deutschland verboten. Im Training nutzen wir Teile aus Gummi.

 

Ein kleiner Hinweis: Cookies erleichtern die Bereitstellung meiner Dienste. Mit dem Besuchen meiner Website erklärst du dich damit einverstanden, dass meine Seite Cookies verwendet.
Mehr Infos zu Cookies Ok